Kuba ist ein absolutes Trendziel, auch wenn der aktuelle Präsident der USA die Beziehungen zu Kuba wieder abkühlen lässt und der Hurrikan Irma 2017 starke Schäden hinterlassen hat. Kein Problem für Kubas Tourismusbranche, es gibt ja schließlich genügend Besucher von außerhalb der USA und die Infrastruktur steht schon wieder, gut vorbereitet auf die Hauptsaison im Winter 2017/2018. Das hat natürlich den Nachteil, dass man sich die Sehenswürdigkeiten auf Kuba mit unzähligen Touristen teilen muss und vergeblich nach Ruhe sucht, wenn man die gängigen Highlights ansieht. Auf nachkubareisen.de findest du viele wertvolle Tipps, um Reisen nach Kuba selber zu planen, und im folgenden Artikel erfährst du, welche Route dich auch zu Sehenswürdigkeiten führt, die noch nicht überlaufen sind.

Havanna - die Hauptstadt von KubaWer die Nase voll hat von Touristenorten wie Varadero oder Viñales und eher schöne Natur und authentischen Alltag jenseits der Touristenpfade sucht, sollte einen Blick auf diesen Kubarundreise-Vorschlag werfen. Der Startpunkt der Reise ist Kubas Hauptstadt Havanna, denn daran führt kein Weg vorbei. Die Hauptstadt Kubas ist leider recht überlaufen, aber dorthin gibt es die besten Flugverbindungen. Außerdem sollte man sich trotzdem die Sehenswürdigkeiten ansehen. Denn kaum eine Stadt in der Karibik versprüht so viel Charme wie Havanna.  Von dort aus nimmt man den Bus nach Batanabó an der Südküste von Kuba. Dort geht es weiter mit den Fähren zur „Insel der Jugend“ (Isla de la Juventud), die berühmt ist für ihre Weltklasse-Tauchgründe, Piraten und das Gefängnis Modelo. Hier kann man in der Hauptstadt Nueva Gerona das gemütliche Treiben mit der sicheren Gewissheit beobachten, dass man gerade wahrscheinlich einer von zehn Touristen in der Stadt ist. Die Isla punktet nicht nur mit ihrer schönen Küste und dem „Modellprojekt“-Charakter, der bis heute für niedrigere Preise als andernorts sorgt, sondern wird dich vor allem mit ihren liebenswürdigen und hilfsbereiten Einwohnern in ihren Bann ziehen.

tropischer Strand auf KubaZurück über Havanna geht es nach Zentralkuba, in das Städtchen Morón, welches nahe der Nordküste liegt. Moron dient als Basis für Ausflüge in die nähere Umgebung, z.B. in das das holländische Dorf „Pueblo holandés“, welches in den 1960er Jahren auf Initiative von Fidel Castros Frau im niederländischen Stil erbaut wurde. Auch die beiden Inseln Cayo Guillermo und Cayo Coco kann man von hier gut erreichen. Dort findet man ohne jede Übertreibung mit die schönsten Strände der Karibik Somit sind die Inseln wirklich ein Highlight einer Kubareise.

Nach Morón fährst du weiter über Ciego de Ávila nach Gibara, die gemütliche, untouristische Orte auf Kuba sind. Dort kann man den kubanischen Alltag erleben, den Menschen zusehen wie sie ihren täglichen Beschäftigungen nachgehen, ohne die Tourismusmaschinerie zu bedienen. Es gibt hier auch viele günstige staatliche Restaurants, keine All-Inklusive Hotelbunker oder Touristenmassen, die sich durch die Gassen schieben. Gibara und das spätere Ziel Baracoa haben viele Gemeinsamkeiten und streiten sich bis heute um den Titel, die echte Landezone von Christopher Kolumbus in der Neuen Welt gewesen zu sein. Von Gibara aus bietet sich ein Abstecher an zu den etwa 50 km entfernten Stränden von Guardalavaca. Von Gibara aus folgt man der kleinen Straße an der Küste weiter nach Mayarí. Mit dem wunderschönen Cayo Saetía kannst du deinen Strand und Sonnenbedürfnisse befriedigen denn das Inselchen wartet mit karibischen Traumstränden auf und ist weit weniger entwickelt wie die Pauschaltourismus-Hochburg Varadero.

Während keiner Kuba Rundreise solltest du das malerische Baracoa verpassen. Baracoa liegt am Fuße eines Tafelbergs, umrandet von tropischem Regenwald direkt am Meer. Der Ort ist von der Provinz Holguín aus nur auf einer schlechten Landstraße über Moa zu erreichen, auf der auch regelmäßig Busse fahren. Sehr empfehlenswert ist hier der Humboldt-Nationalpark, der im Rahmen von organisierten Exkursionen besichtigt werden kann. Hier erlebt man Ruhe und wunderbare Natur. Und das auch noch ohne massig Touristen

Plaza de la Revolution - General Antonio Maceo Ganz zum Schluss kannst du der Metropole Santiago de Cuba noch einen Besuch abstatten bevor es wieder zurück nach Havanna geht. Die Stadt ist vor allem bekannt für die Plaza de la Revolution, wo das riesige Monument dem ersten schwarzen General Antonio Maceo gewidmet ist.

 

Allgemeine Tipps für Kuba Reisen

  • Wirklich wichtig, wenn du nach Kuba reisen willst, sind wenigstes grundlegende Sprachkenntnisse. Die Sprache auf Kuba ist Spanisch, und wenn man die Einheimischen kennen lernen will und problemlos während der Reise zurechtkommen will, sollte man wirklich etwas Spanisch sprechen.
  • Für die Einreise nach Kuba braucht man einen Reisepass, Krankenversicherung und Rückflugticket, sowie die Touristenkarte (= Visum für Kuba, nähere Infos hier).
  • In Kuba gibt es im Moment zwei kubanische Währungen: Den Peso Cubano Convertibel (CUC, Kuba Währung für Luxusgüter), und den Peso Cubano (CUP, einfache Landeswährung).
  • Kubas Internetverbindung ist richtig schlecht, alleine deswegen lohnt sich guter gedruckter Reiseführer für Kuba. Das gute daran – man kann förmlich zusehen wie sich die Lage verbessert und in naher Zukunft wird man zumindest eine relative gute Grundversorgung mit Internet erwarten können.
  • Günstiger als in Hotels übernachten kann man in Privatpensionen, den Casa Partikulares, oder man versucht es neuerdings mit Airbnb.
  • Als Fortbewegungsmittel sollte man einen Mietwagen nehmen, und eine gedruckte Karte an Board haben. Die Straßen sind nicht schlecht ausgebaut und vor allem im ruhigen Osten kommt man mit einem fahrbaren Untersatz einfach gut herum.

Herzlichen Dank an den Kuba-Experten Christian S. für diesen genialen Tipp!